Praxis

Über die Quin Consulting GmbH führe ich ausgewählte Mandate, in denen die eigene Forschung angewendet wird. Sie halten mich nahe am laufenden Betrieb und zeigen, wo ein Modell im Alltag trägt und wo es nachgeschärft werden muss.

Umgekehrt ist die Beratungsarbeit nachvollziehbarer geworden, seit die Methode überprüfbar ist. Beratungsmandate und Forschungsdaten sind getrennt. Forschungsdaten werden in Mandaten nicht verwendet, und Daten aus einem Mandat fliessen nur mit schriftlicher Einwilligung des Betriebs in die Forschung.


Was Betriebe übernehmen können

Aus der Forschung lassen sich zwei Dinge übernehmen. Das erste sind Befunde: welche Bedingungen die Befragten in 23 Interviews in Schweizer Betrieben als Voraussetzung dafür beschreiben, dass Teams auf der operativen Ebene auch bei Störungen schnell und sicher reagieren können, etwa klare Entscheidungsrechte und Eskalationswege oder kurze Kommunikationsschleifen wie Team-Huddles und Schichtübergaben. Beschrieben ist das in der Monografie und kürzer in Teil 2 der Beitragsreihe. Wie ein kurzes Stand-up im Lager aufgebaut sein kann, zeige ich in einem eigenen Beitrag.

Das zweite ist das Vorgehen. Die Frage wird zu Beginn schriftlich gefasst, die Methode vor der Erhebung festgelegt und die Auswertung so dokumentiert, dass der Betrieb sie selbst nachvollziehen kann. Wie ich forsche, steht unter Forschung.

Am direktesten zeigt sich das in der Belegschaftsanalyse Intralogistik. Sie verbindet Gespräche, Workshops und eine anonyme Befragung zu Belastung, Planbarkeit, Führung, Mitsprache und Sicherheit und gibt die Ergebnisse an Geschäftsleitung und Belegschaft zurück.


Womit ich mich beschäftige

Projekte aus den letzten Jahren, aus Anstellungen in Industrie und Beratung und aus eigenen Mandaten, anonymisiert. Sie zeigen die Bandbreite zwischen einer Auslegeordnung auf Geschäftsleitungsebene und einer Dispositionsregel, die am Montag funktionieren muss.

Auslegeordnung Logistik und Supply Chain, Industriebetrieb mit internationaler Fertigung

Mehrere Werke und rund fünfzehn Aussenlager über drei Länder. Bestandsaufnahme über alle Geschäftsbereiche, Cluster-Strategie, Dispositionslogik, Bewertung der Handlungsfelder nach Ergebniswirkung. Mehrjährig, in Phasen.

Machbarkeitsstudie und Betriebskonzept für einen Logistikneubau

Investitionsvolumen im hohen zweistelligen Millionenbereich. Mengengerüst, Variantenvergleich, Materialflusskonzept und Betriebsorganisation als Entscheidungsgrundlage vor der Projektierung.

Globales Transportmanagement, Pharmaindustrie

Datengestützte Analyse der End-to-End-Prozesse über mehrere Standorte und Verkehrsträger, Abstimmung mit Beteiligten in mehreren Ländern. Umgesetzt in einer Phase erheblicher Lieferkettenstörungen.

Logistiklösung im Rahmen einer SAP-S/4HANA-Einführung

Hersteller im Bereich Haustechnik. Fachliche Ausgestaltung der End-to-End-Logistikprozesse, Schnittstelle zwischen Betrieb und Systemeinführung.

Evaluation und Einführung eines Transportmanagementsystems

Anforderungsaufnahme, Marktabgleich, Auswahlverfahren und Einführungsbegleitung. Dazu internationale Ausschreibungen für Luftfracht, Strassentransport und Kurier-, Express- und Paketdienste.

Logistikmarktstudie, Chemieregion Basel

Bedarfs- und Anbieterstruktur für die Logistik chemischer Güter in der Region, als Grundlage für eine Standort- und Angebotsentscheidung.

Areal- und Masterplankonzepte

Logistische Auslegung von Arealen und Betriebsstandorten, mit Blick auf Erschliessung, Flächenbedarf und Entwicklungsfähigkeit über mehrere Ausbaustufen.

Brownfield-Planung im laufenden Betrieb

Datenbasierte Ist-Analyse, dreidimensionale Materialflusssimulation als digitaler Zwilling, systematischer Variantenvergleich und priorisierte Soll-Planung. Für bestehende Standorte, an denen gewachsene Strukturen unter laufendem Betrieb verändert werden müssen.

Auftraggeber werden hier nicht genannt. Die meisten Mandate berühren Bestände, Kosten und Standortfragen, und das gehört nicht auf eine Website. Referenzen gibt es im Gespräch, mit dem Einverständnis der Beteiligten.


Zusammenarbeit

Mandate kommen über Empfehlung und über frühere Zusammenarbeit. Das ist mir lieber als der umgekehrte Weg, und es hat den praktischen Vorteil, dass beide Seiten vorher wissen, worauf sie sich einlassen.

Besonders interessieren mich Fragestellungen nahe an meiner Forschung, etwa wie Arbeit, Organisation und Technik im Lager auf der operativen Ebene zusammenwirken, wie Teams dort reaktionsfähiger werden, und Bestandssteuerung mit belastbarer Datengrundlage.

Eine Belegschaftsanalyse ist auf rund zehn bis vierzehn Wochen angelegt, eine Zweiteinschätzung zu einer Vorlage, die bereits auf dem Tisch liegt, ist kürzer. Ich liefere Entscheidungsgrundlagen. Den Entscheid trifft der Betrieb, und meine Empfehlungen ersetzen seine eigene Prüfung vor einer Investition nicht.

Wenn eine Frage in diese Richtung geht, schreiben Sie mir. Ob es passt, klärt sich schnell.


Ausführlicher

Zu einzelnen Bereichen gibt es ausführlichere Darstellungen. Die Belegschaftsanalyse ist aktuell beschrieben, die übrigen drei sind älter, fachlich weiterhin gültig und in der Tonalität einer Beratungsseite geschrieben.